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In Zukunft sieht das Rathaus-Team alt aus

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24.11.2011

In einigen Jahren sieht die Altenaer Stadtverwaltung ganz schön alt aus: Die Geldnot verhindert Ausbildung und Beförderungen. Neueinstellungen sind nur dort möglich, wo es gar nicht anders geht. Tanja Jäker, Bereichsleiterin Innere Dienste im Rathaus, legte im Hauptausschuss eine düstere Hochrechnung vor.

Altersschnitt steigt im Jahr 2020 auf 54 Jahre

Silber ist Trumpf: Der Altersschnitt der städtischen Mitarbeiter steigt bis zum Jahr 2020 auf 54 Jahre. 44 Mitarbeiter/innen sind dann 60 oder älter; niemand unter 30. 35 Kollegen scheiden in den nächsten zehn Jahren planmäßig aus. Nur bei Pflichtaufgaben und wenn spezielle Aufgaben zu lösen sind, geht eine Stellenausschreibung in die Öffentlichkeit. Ein einziger junger Mensch wird derzeit bei der Stadt ausgebildet. Gleichzeitig sinken die Aufstiegsmöglichkeiten - ein Problem, das Altena mit vielen Kleinstädten im Land teilt. Uwe Scholz, Fraktionssprecher der CDU, sagt voraus: „Das wird für kleine Kommunen im Land eine echte Katastrophe. Wir sind eben nicht Dortmund oder Düsseldorf." Schon jetzt habe der Run auf die Auszubildenden begonnen. Wo kleine öffentliche Verwaltungen qualifizierte Personen für Führungsaufgaben her bekommen sollen, ist ein Rätsel. Gleichzeitig steigen die Anforderungen. Scholz: „Man kann die ganzen Verordnungen gar nicht so schnell lesen, wie sie auf den Markt kommen."

Welcher junge Mensch fühlt sich unter Kollegen weit über 30 wohl?

Bürgermeister Dr. Hollstein sieht ein zusätzliches Problem: Welcher junge Mensch fühlt sich mit lauter Kollegen weit über 30 wohl? Einzig die enge interkommunale Zusammenarbeit mit Nachrodt-Wiblingwerde verschaffe ein wenig Spielraum.

Trauer über Weggang junger Leistungsträger

Regelrecht als „bitter" empfand der Bürgermeister, dass kürzlich zwei junge „Leistungsträger mit Potenzial für Leitungsebenen" das Rathaus verlassen hätten. Die Konsequenz verdeutlichte Kämmerer Stefan Kemper: Man komme an Punkte, an denen die Stadt nicht mehr handlungsfähig sei. Jüngstes Beispiel war die Stadtbücherei: Wenn ein Mitarbeiter im Urlaub ist und der zweite krank wird, kann ein (Teilzeit-)Mitarbeiter die Öffnungszeiten nicht aufrecht erhalten.

Das Klagelied animierte sogar den Grünen-Sprecher Oliver Held selbstkritisch zu fragen, ob es richtig war, Beigeordneten- und Fachbereichsleiterstellen zu streichen.

BERICHT: CHRISTOF HÜLS, WESTFÄLISCHE RUNDSCHAU

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